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SYNA – Wechseljahre sichtbar machen, statt sie zu erdulden

Frauen in den Wechseljahren erleben häufig bis zu zwölf Symptome gleichzeitig – diffus, flüchtig und schwer in Worte zu fassen. Die ärztliche Versorgung ist dabei meist episodisch und auf kurze Termine begrenzt, während das eigentliche Problem sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Für viele Frauen bleibt unklar, was welche Beschwerden auslöst und wie sie zusammenhängen. Genau hier setzt SYNA an. Das Hamburger Start-up entwickelt eine App, die Vitaldaten wie Herzratenvariabilität, Ruhepuls, Schlaf und Aktivität mit subjektiv erlebten Symptomen verbindet und mit klinischen Leitlinien abgleicht. Statt auf Bauchgefühl setzt SYNA auf Evidenz und macht Muster sichtbar, die im kurzen Arztgespräch oft verborgen bleiben.

Was ist SYNA?

SYNA ist eine App für Frauen in der Peri- und Postmenopause, die Vitaldaten mit subjektiven Symptomen verbindet und mit klinischen Leitlinien abgleicht. Statt einzelner Momentaufnahmen erkennt die App wiederkehrende Muster im Symptomverlauf und schafft damit eine longitudinale Perspektive auf eine Lebensphase, die bislang oft nur punktuell ärztlich begleitet wird.

Welches Problem löst SYNA?

Die Versorgung in den Wechseljahren ist meist episodisch, etwa durch kurze Arzttermine, während die Beschwerden selbst über Monate und Jahre hinweg verlaufen und sich gegenseitig beeinflussen können. Vielen Frauen fehlt eine Sprache und Struktur, um diese Veränderungen im Arztgespräch verständlich zu machen. SYNA schafft mit datenbasierten Mustern eine Grundlage für dieses Gespräch.

Wie funktioniert die Lösung?

SYNA arbeitet auf drei Ebenen: Verstehen, durch das Erkennen von Mustern statt einzelner Momentaufnahmen; Handeln, durch evidenzbasierte Schritte in Bewegung, Ernährung, Schlaf und mentaler Gesundheit; sowie Arzt oder Ärztin fragen, durch einen strukturierten Ein-Seiten-Report mit Zeitverläufen und Gesprächsfragen auf Augenhöhe. SYNA stellt dabei ausdrücklich keine Diagnose, sondern bereitet Entscheidungen vor.

Was macht SYNA besonders?

SYNA verbindet Vitaldaten wie HRV, Puls, Schlaf und Aktivität mit Symptomen und macht dadurch Muster sichtbar, die mit klinischen Leitlinien abgeglichen werden. Die Perimenopause wird dabei als Präventionsfenster verstanden, das SYNA sichtbar machen will, bevor es sich schließt. Der Arztbericht auf Leitlinienbasis ist dabei kein Medizinprodukt, sondern eine strukturierte Gesprächsgrundlage.

Für wen ist die Lösung gedacht?

SYNA richtet sich primär an Frauen zwischen 40 und 60 Jahren in der Peri- und Postmenopause. In Deutschland befinden sich derzeit rund 9 Millionen Frauen in den Wechseljahren, bis zu 80 Prozent von ihnen erleben Symptome, etwa ein Viertel fühlt sich davon stark beeinträchtigt. Gynäkologische Praxen dienen dabei als Vertriebs- und Vertrauenskanal zur Zielgruppe, nicht als eigenständiges B2B-Ziel.

Wie weit ist die Entwicklung?

Der Prototyp von SYNA ist live, das MRS-II-Onboarding ist implementiert, und der Arztbericht wird gemeinsam mit Gynäkologinnen weiterentwickelt. Für Juni und Juli 2026 sind zwei Praxis-Piloten mit gynzwei und menomedikum bestätigt. Nach Abschluss der Pilotphase ist die Ausgründung als SYNA Health GmbH geplant.

Wer steckt hinter SYNA?

Gegründet wurde SYNA von Enrico Schick, Dr. med. Rebekka Westphal und Alexey Antipov. Enrico Schick war von 2020 bis 2024 als CEO bei cerascreen in 19 Märkten aktiv. Dr. Rebekka Westphal ist Gynäkologin mit Schwerpunkt Menopause-Medizin und verantwortet die klinische Qualitätssicherung. Alexey Antipov bringt 20 Jahre Erfahrung in der Softwarearchitektur und mehrere frühere CTO-Positionen mit.